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Context-Map

Teil des Designer-Guides. Voriger Schritt: Workspace-Board · Nächster: Bounded-Context-Editor.

Die Context-Map zeigt, wie die Bounded Contexts einer Domäne zusammenhängen, mit den kanonischen DDD-Mustern. Es gibt eine Map pro Domäne, denn eine Domäne bildet den klassischen Context-Map-Rahmen.

Context-Map: strategische Sicht mit Core/Supporting/Generic-Klassifikation

Knoten

Drei Knoten-Typen, nach Subdomain in Schwimmbahnen gruppiert:

  • Reale Bounded Contexts — aus dem Workspace abgeleitet, hier nicht löschbar.
  • Geplante Bounded Contexts — gestrichelt markiert, noch nicht gebaut.
  • Externe Systeme — frei benannt, ohne Jardis-Bindung; der einzige hier lösch- und editierbare Knoten-Typ.

Das Node-Seitenpanel zeigt reale und geplante BCs read-only (Name + Klassifikation Core/Supporting/Generic als Badge); externe Systeme sind editierbar (Name/Notiz, löschbar). Positionen sind reine Darstellung.

Das Node-Seitenpanel eines Bounded Context

Kanten & die acht Muster

Jede Kante trägt eines der acht kanonischen DDD-Muster:

  1. Partnership
  2. Shared Kernel
  3. Customer/Supplier
  4. Conformist
  5. Anti-Corruption-Layer (ACL)
  6. Open Host Service
  7. Published Language
  8. Separate Ways

Für asymmetrische Fälle gibt es ein optionales Sekundärmuster (z. B. Upstream = Open Host Service, Downstream = ACL) und bei gerichteten Mustern eine explizite Upstream/Downstream-Rolle. Eine frisch gezogene Kante entsteht zunächst als Entwurfs-Kante ohne Muster (optisch als Warnung markiert), bis du im Kanten-Inspektor ein Muster wählst.

Die drei Sichten

Context-Map: taktische Sicht

  • Strategisch — die Domain-Klassifikation (Core / Supporting / Generic) im Blick.
  • Taktisch — die konkreten Kopplungen zwischen den Kontexten.
  • Abgleich (Reconcile) — der Drift-Check (siehe unten).

Ein Ampel-Punkt pro realer BC-Node (grün = alle Kopplungen gedeckt, rot = mindestens eine Abweichung) ist in der taktischen und der Abgleich-Sicht sichtbar.

Abgleich (Reconcile)

Der Abgleich vergleicht die deklarierten (Soll-)Kanten gegen die real ausgeführten, synchronen Aufrufe (Ist), die die Prozesse der Domäne tatsächlich machen. Er wird bei Bedarf berechnet und nie gespeichert.

Context-Map: Reconcile — deklarierte gegen reale Kopplung

Sechs Befund-Zustände:

BefundBedeutung
undeklariertEin realer Aufruf ohne deklarierte Kante.
ungenutztEine Soll-Kante mit aufruf-tragendem Muster, aber ohne realen Aufruf.
RichtungswiderspruchEin gerichtetes Soll-Muster, dem ein einseitiger Ist-Aufruf widerspricht.
Muster-WiderspruchEin realer Aufruf über ein aufruf-loses Muster (Separate Ways, Shared Kernel, Partnership).
beidseitig-vs-gerichtetAufrufe in beide Richtungen gegen ein gerichtetes Soll-Muster.
beidseitig genutztKein Befund — der „ruhige" Zustand.

Befunde erscheinen als markierte Kanten und in einem Findings-Panel, dessen Einträge zum jeweiligen Ort springen. Ein Befund wird immer als bewusste Nutzeraktion aufgelöst (öffnet den Musterdialog). Es gibt bewusst keinen „Alles synchronisieren"-Knopf.

Report

Context-Map: Report mit erweiterten Befunden

Der Report erweitert die Abgleich-Befunde um: offene Entwurfs-Kanten, geplante BCs ohne Übernahme in die Umsetzung und leere Subdomains.

Headless

Denselben Drift-Check liest ein AI-Agent read-only über den MCP-Server, inklusive Call-Evidenz je Ist-Kante. Der Muster-Katalog ist als Resource abrufbar, statt die acht Namen fest zu verdrahten.